EFDA

About EFDA

Organisation

JET Implementing Agreement

Participation of the Associations

Contacts in Associations

JET und Deutschland

 

Deutschland ist an der Fusionsforschung mit dem europäischen Gemeinschaftsexperiment JET (Joint European Torus) in Culham, Großbritannien, aktiv beteiligt. Deutsche Experten erforschen zusammen mit ihren Kollegen aus Europa und der ganzen Welt die Kernverschmelzung als sichere, saubere und nahezu unerschöpfliche Energiequelle für kommende Generationen.

Fusion ist die Energiequelle von Sonne und Sternen. Um Fusionsenergie auf der Erde freizusetzen, muss ein Plasma – ein vollständig ionisiertes Gas – auf extrem hohe Temperaturen aufgeheizt werden. JET ist eines von mehreren Fusionsexperimenten weltweit, mit denen Physiker und Ingenieure Plasmen mit Temperaturen von mehreren hundert Millionen Grad erzeugen, einschließen und untersuchen.

JET ist die weltweit größte Fusionsanlage und die einzige, die mit dem späteren Kraftwerksbrennstoff Tritium experimentieren kann. JET hält den Weltrekord von 16 Megawatt erzeugter Fusionsleistung. Die Anlage ist ideal zum Testen plasmabelasteter Komponenten sowie von Heiz- und Diagnostikeinrichtungen unter realistischen Fusionsbedingungen.

Das wissenschaftliche Programm von JET und die Beiträge der europäischen Fusionsforschung im allgemeinen werden von EFDA (European Fusion Development Agreement) koordiniert. EFDA-Assoziationen in Deutschland sind das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald, das Forschungszentrum Jülich (FZJ) und das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK). Ihre Internetdarstellungen geben ausführliche Informationen über die deutsche Fusionsforschung. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei :
info@ipp.mpg.de
r.p.schorn@fz-juelich.de
werner.bahm@fusion.fzk.de

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik arbeiten bei JET in allen Arbeitsgruppen mit und stellen zurzeit einen Leiter der insgesamt neun Arbeitsgruppen. Zudem sind leiten sie Planung und Aufbau dreier Diagnostiken und sind an der Konzeption weiterer technischer Einrichtungen beteiligt. Parallelexperimente bei JET und dem IPP-Experiment ASDEX Upgrade in Garching liefern beim Vergleich wesentliche Erkenntnisse über die Gesetzmäßigkeiten des Plasmaverhaltens.

Das Forschungszentrum Jülich beteiligt sich sowohl personell, als auch finanziell und experimentell am Betrieb von JET und an seiner Forschung. Insgesamt 17 Jülicher Wissenschaftler arbeiten in den Task Forces S1, S2, E, M und D – dies sowohl direkt vor Ort als auch organisiert in einem europäischen Netzwerk in ihrem Heimatlabor. Schwerpunkte sind dabei Plasmadiagnostik, Energie- und Teilchenauskopplung, Magnetohydrodynamik sowie die Erforschung geeigneter Szenarien zur Energieerzeugung mittels Fusion.

Das Forschungszentrum Karlsruhe nutzt die JET-Anlage zur Bearbeitung fusionstechnologischer Fragestellungen. So werden zum Beispiel in der Tritium führenden Gasbehandlungsanlage von JET Komponenten, die für den inneren Brennstoffkreislauf künftiger Fusionsanlagen entwickelt werden, unter realistischen Bedingungen getestet; stellvertretend seien Hochleistungspumpen und Permeatoren genannt. Ebenso werden tritiumkontaminierte Bauteile von JET, wie Speicherbetten und plasmanahe Strukturen, zur Entwicklung effizienter Detritiierungstechniken herangezogen.

Die herausragenden Ergebnisse von JET zusammen mit der Expertise, die durch die gemeinsame Nutzung der Anlage gewonnen wurde, ermöglichten Europa eine Schlüsselrolle bei der Planung der größeren, weltweit finanzierten Anlage ITER, die hohe Fusionsleistungen von 500 bis 700 Megawatt erzeugen soll. Die Fusionsforschung ist eine der bedeutenden und viel versprechenden wissenschaftlichen Unternehmungen Deutschlands und seiner Experten. ITER wird an dem von Europa vorgeschlagenen Standort in Cadarache, Südfrankreich, gebaut.

JET's Control Room

Diverses nationalités travaillent dans la salle de contrôle-commande du JET

 

Split view of Torus

Das geteilte Bild zeigt das Innere des Plasmagefäßes von JET sowie das Plasma.

 

Blick in das Plasmagefäß von ASDEX Upgrade, der größten deutschen Fusionsanlage, im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. (Foto: IPP)

 

Der Tokamak TEXTOR am Institut für Plasmaphysik des Forschungszentrums Jülich während einer Umbauphase zur Integration des Experiments "Dynamischer Ergodischer Divertor". (Foto: Forschungszentrum Jülich).

 

Elektromagnetische Spulensysteme des "Dynamischen Ergodischen Divertors" in TEXTOR vor dem Einbau schützender Graphitkacheln. Das Experiment dient zur Erzeugung von Störfeldern mit dem Ziel der Verwirbelung der Plasmarandschicht. Die Wärmeisolation des Fusionsplasmas sowie die damit verbundene Energieauskopplung und ihre nachfolgende Deposition auf die umgebenden Wände können auf diese Weise beeinflusst und untersucht werden. (Foto: Forschungszentrum Jülich).

 

Montage der Fusions­anlage Wendelstein 7-X in Greifswald: Eingehängt in ein drehbares Gestell wird eine der 50 Stellarator-Magnetspulen auf ein Segment des Plasma­gefäßes gefädelt. (Foto: IPP)

 

Blick in das Tritiumlabor Karlsruhe (TLK)

Image Captions in English